Initiative

Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen e.V.

BAF bestätigt Südumfliegung

Das Bundesaufsichtsamt für  Flugsicherung hat die Südumfliegung letzte Woche offiziell bestätigt. Zunächst soll wie von der Deutschen Flugsicherung beantragt die Variante 5 des südwestlichen Armes geflogen werden, aber so schnell wie möglich die Variante 13 bei Nierstein, über Lörzweiler, Mommenheim, Harxheim, Ebersheim, Nieder-Olm, Ober-Olm bis Wackerheim und Heidesheim (über uns bei beiden Varianten) und die Variante 7 Richtung Norden bei Nackenheim, Laubenheim und den östlichen Teilen von Mainz. Es wurden keine Abweichungen, lärmärmere Start- und Landeverfahren, gerechtere Verteilung oder sonst eine lärmmindernde Maßnahme als Bedingung dazu formuliert und beschert damit Rheinhessen eine laute und gesundheitsgefährdende Zukunft. Hessens Verkehrsminister Posch toppt diese Entscheidung noch, indem er behauptet, in Rheinland-Pfalz würde es keinen signifikanten Lärmzuwachs geben. Bei solcher Ignoranz auf hessischer Seite ist die Entscheidung des BAFs kaum eine Überraschung.

Für alle Initiativen gegen den Fluglärm bedeutet das, dass die Strategien überdacht werden müssen damit die Arbeit weitergehen kann. Auch rechtliche Möglichkeiten müssen jetzt umfangreich geprüft werden. Auf rheinhessischer Ebene wurde die "Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen" inzwischen zum Verein, um die Ziele noch besser verfolgen zu können. Wer sich hier beteiligen will schaut sich unter


http://www.fluglaerm-rheinhessen.de/ 


die Ziele und Planungen an. Eine Mitgliedschaft ist sehr einfach zu erklären. Wir hier in Heidesheim und Wackernheim unterstützen die Initiative, den nur ein gemeinsames und abgestimmtes Handeln kann erfolgreich sein.

Fluglärm: Montagsdemos starten wieder

Aufgrund der westlichen Wetterlagen waren wir den Sommer über, was den Fluglärm angeht, verwöhnt. Die letzten Tage zeigen wieder ein anderes Gesicht. Gerade jetzt bei dem schönen Wetter, dröhnen morgens ab kurz vor fünf Uhr wieder die Landeanflüge über Wackernheim und Heidesheim hinweg. Hinzu kommen in letzter Zeit immer öfter die Startflüge über die neue Südumfliegung. Ein Zustand der unhaltbar ist und unbedingt korrigiert werden muss. Die Rücknahme der Absenkung der Landeanflüge um 300 Meter ist dabei nur ein erster Schritt. Und, eine Aushöhlung des Nachtflugverbotes muss unbedingt verhindert werden!
Nach der Sommerpause mit den ideenreichen Mahnwachen starten ab 13.08.2012 wieder die regelmäßigen Montagsdemos im Terminal 1 am gewohnten Platz.
Neben den laufenden Klageverfahren sind sie ein wichtiges Instrument des Protestes. Unsere Montags-Demonstrationen werden im ganzen Land registriert, verstanden und befürwortet. Sie sind ein Zeichen, das nicht mehr zu übersehen ist. Im Laufe des letzten Jahres sind allein im Rhein-Main-Gebiet und Rheinhessen mehr als 150.000 Menschen gegen den Lärm und die Abgase, für das Nachtflugverbot, die Begrenzung der Flugbewegungen und dem Stopp weiterer Baumaßnahmen am Frankfurter Flughafen auf die Straße gegangen. Das Urteil in Leipzig und die ablehnende Haltung der Münchner in einem Volksentscheid gegen eine neue Startbahn zeigen, die Bevölkerung hat es satt und ist bereit , auf die Straße zu gehen. Die Bevölkerung hat erkannt: Unser Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und Gesundheit darf nicht den Profitinteressen geopfert werden. Immer mehr Menschen schließen sich dem Protest an. Tun Sie es auch! Beteiligen Sie sich an den Montagsdemos – der Protest darf nicht nachlassen!

Wolfgang Thomas, Fluglärmbeauftragter der VG Heidesheim

Initiative gegen Fluglärm zu Gast in der Kreisverwaltung

Landrat Claus Schick und mehrere Mitglieder der Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen e.V. haben sich in der Kreisverwaltung in Ingelheim getroffen und sich über die weiteren Möglichkeiten ausgetauscht, gegen den zunehmenden Fluglärm in der Region vorzugehen. „Für die Bürgerinnen und Bürger in Rheinhessen ist der Fluglärm eine enorme Belastung. In diesem Zusammenhang sind die jüngsten Äußerungen von Vertretern von Fraport, Lufthansa oder der Deutschen Flugsicherung zum Nachtflugverbot und der Versuch dieses aufzuweichen ein Schlag ins Gesicht für alle Betroffenen“, kritisiert Schick. Fast täglich erteilt das hessische Wirtschaftsministerium großzügig Ausnahmegenehmigungen für Flüge nach 23 Uhr. Nach wie vor ist eine Kernforderung des Landkreises ein striktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und eine gerechtere Verteilung des Fluglärms. Landrat Schick und die Vertreter der Initiative gegen Fluglärm waren sich einig, dass der politische Druck auf die Entscheidungsträger hoch gehalten werden muss. Gerne nahm der Vorsitzende der Initiative Karsten Jacobs das Angebot von Schick an, bei der nächsten Bürgermeisterdienstbesprechung am 16. August vor allen Bürgermeistern im Landkreis zum Thema Fluglärm zu sprechen und die Arbeit der Initiative vorzustellen. „Die Bürgerinitiativen leisten wichtige Arbeit um die Bevölkerung gegen die Verlärmung unserer Region zu mobilisieren. Mit großem ehrenamtlichen Einsatz wird hier für den Erhalt der Lebensqualität in unserer Region gekämpft“, lobt Schick das Engagement der Fluglärmgegner.

Da der Landkreis nicht klagebefugt ist, haben im Februar stellvertretend für den Kreis die Kommunen Nackenheim, Lörzweiler, Nierstein, Ober-Olm und Klein-Winternheim gemeinsam mit Bürgerinitiativen Klage gegen die neuen An- und Abflugrouten und insbesondere gegen die Südumfliegung im Zuge des Ausbaus des Frankfurter Flughafens eingereicht. „Ziel unserer Klage ist die Beschränkung des auf die neuen Routen verlagerten Flugbetriebs und eine grundsätzliche, rechtlich abgesicherte Beteiligung aller Flughafenanrainer an Entscheidungen zu Veränderungen im Flugroutensystem“, so Schick. Der Landkreis trägt ein Viertel der Gesamtkosten der Klage, an der sich auch Privatkläger und hessische Kommunen beteiligen. Nach der Sommerpause wird Anwalt Bernhard Schmitz, der die Klage eingereicht hatte, in einem Pressegespräch über den aktuellen Sachstand informieren.

Weitere Informationen zur Arbeit der Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen gibt es auch unter www.fluglaerm-rheinhessen.de.

Fluglärm: Änderung bei den Eindrehvorgängen nicht akzeptabel

Die Fluglärmkommission hat in ihrer jüngsten Sitzung auf Vorschlag der DFS die Änderung der Eindrehvorgänge beim Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt empfohlen. Sie sollen noch mehr nach Westen verschoben werden. In der Stadt Mainz wurde diese Entscheidung natürlich begrüßt. Der Landkreis Mainz-Bingen votierte als einziges kommunales Mitglied gegen diesen Beschluss. Denn er hat zur Folge, dass nunmehr die gesamten Eindrehvorgänge bei Landungen aus Richtung Westen ausschließlich über dem Landkreis stattfinden: von Norden noch mehr über Heidesheim und Wackernheim oder beim südlichen Anflug über Ober-Olm und Klein-Winternheim. Mit dieser Entscheidung wird die Verbandsgemeinde Heidesheim nun noch stärker vom Flughafenausbau getroffen als bisher! Nicht zuletzt deshalb, weil diese neuen Belastungen zusätzlich zu den Starts über die neue Südumfliegung, die Gegenanflüge, und die Endanflüge sämtlicher Landungen bei Ostwind hinzukommen. Dies bedeutet für unsere Verbandsgemeinde Lärm an 365 Tagen im Jahr!

Ich sage Lärmreduzierung nicht Lärmverschiebung ist hier die Lösung. Die Anhebung der Flughöhe ist dafür eine unabdingbare Voraussetzung. Für den Einzelnen ist es völlig gleichgültig, ob mit ihm viele oder wenige durch Fluglärm belastet werden. Es ist für den Einzelnen auch nicht relevant, ob nun er, oder viele neben ihm krank werden. Eines geht aber nicht, dass ich verlange, dass andere Menschen dem krank machenden Lärm ausgesetzt werden, damit er mir erspart bleibt.
Daher muss die Politik streng darauf achten, dass das Motiv für Lärmverschiebung nicht einen tiefen Keil in die Front der Lärmgegner treibt und sie spaltet. Daher lautet das Gebot der Stunde, Lärmreduzierung und nicht Lärmverschiebung.  Darauf werde ich gemeinsam mit dem Landrat und den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen  hinwirken.

Fluglärm - Nein Danke!

Beteiligen sie sich an den Montagsdemos im Flughafen
Beschweren Sie sich weiter über Fluglärm

Die Arbeit der Bürgerinitiativen zeigt Wirkung. Kein Tag, in dem in der Presse – auch überregional - das Thema Fluglärm nicht angesprochen wird. Die Klageverfahren der fünf ausgewählten Gemeinden laufen an. Hessens Politiker werden langsam wach und suchen nach Lösungen. Reine Beschwichtigungsaktionen werden da nicht mehr helfen.
Der Druck auf die Verantwortlichen darf jetzt aber nicht weniger werden. Beschwerden über Fluglärm müssen zeigen, dass auch unsere Region den Lärm weiter nicht akzeptiert. Gerade die Montagsdemos zeigen Wirkung. Viele Menschen im Flughafengebäude bauen den Druck weiter auf, das wird helfen: Sie sind nicht zu übersehen. Inzwischen funktioniert auch die Koordination zwischen den Initiativen.

Bitte reservieren Sie den Montagabend für die Demonstration im Flughafen!
Wir fahren mit der S8 ab Mainz Hauptbahnhof (Treffpunkt ab 17:00 Uhr) oder Mainz-Süd. Da viele von uns auch direkt vom Arbeitsplatz anfahren, wird dort die gemeinsame Nutzung von Fahrkarten koordiniert. Eine Rückfahrkarte für 5 Personen kostet nur 15 Euro. Machen Sie mit. Wehren Sie sich gegen Fluglärm.

Wolfgang Thomas, Fluglärmbeauftragter VG Heidesheim

Fluglärm Rheinhessen - Der Film

Der Heidesheimer Benny Zwietasch hat in seinem Studio mit viel Rechercheaufwand einen Film gedreht, der die Fluglärmsituation und zahlreiche Stimmen der Protestbewegung zusammenfasst. Herausgekommen ist ein Film, der die angespannte Fluglärmsituation, aber auch das konsequente Entgegenschreiten von Politik und Bevölkerung gegen diese dokumentiert und zum aktiven Mitmachen aufruft. Schauen Sie sich das Ergebnis an:
http://www.youtube.com/watch?v=8hMWrxN82EQ

Verein „Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen e.V.“ gegründet

Am 21.06.2011 fand in Nackenheim die Gründungsveranstaltung statt. Die Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen ist nun ein Verein, die Eintragung läuft bereits.

Dieser Schritt ändert nichts an dem Ziel: „Fluglärmvermeidung und -reduzierung haben höchste Priorität“, im Gegenteil, er verschafft der Bewegung aber über eine dann hoffentlich große Mitgliederanzahl ein höheres Gewicht gegenüber Politik und den Verantwortlichen der Luftverkehrslobby. Natürlich ist die Motivation auch, neben der Anzahl der Mitglieder, leichter Spenden sammeln zu können und so Aktionen, Klagen, etc. unterstützen zu können.

Wer also die Aktivitäten gegen den Fluglärm über Rheinhessen weiter unterstützen will, sollte nicht zögern dem Verein beizutreten. Alle Informationen dazu, auch die Beitrittserklärung, finden Sie auf www.fluglaerm-rheinhessen.de.

Heidesheimer Initiative beteiligt sich an Protest gegen die neue Nordwest-Landebahn

Während der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport mit einem zweitägigen Einweihungsfest die fast drei Kilometer lange neue Landebahn feierte, protestierten Fluglärmgegner aus Mainz und Rheinhessen im Terminal 1 mit einem sogenannten Flashmob gegen die neue Landebahn. Etwa 150 mit Baumzweigen bestückte Ausbaugegner, darunter auch eine große Abordnung aus Heidesheim und Wackernheim, waren zu der genehmigten Veranstaltung gereist. Die Inszenierung unter der großen Abflugtafel begann mit Vogelgezwitscher, zu eingespieltem Turbinenlärm warfen sich die Protestierer dann auf den Boden. Anschließend wurden grüne Zweige an die Zuschauer, insbesondere die Flughafenmitarbeiter, verteilt. Die Aktion sollte auf das für den Ausbau notwendig gewordene Baumfällen hinweisen.

Engagierte Bürger unterstützen den Fluglärmbeauftragten

Bei einem ersten Treffen am 17.3.2011 haben sich engagierte Bürger aus allen Ortsteilen von Heidesheim und Wackernheim zusammengefunden, um den Fluglärmbeauftragten der Verbandsgemeinde Heidesheim, Herrn Wolfgang Thomas, bei seiner Arbeit gegen Fluglärm zu unterstützen. In einer angeregten Runde wurden die aktuellsten Entwicklungen in Sachen Flugrouten besprochen. Dabei wurde auch die aktuelle Situation der Landeanflüge über beiden Orten und die damit verbundenen Belästigungen nicht aus dem Auge verloren, denn erst in der zusammengefassten Betrachtung wird das ganze Ausmaß der geplanten Belastung deutlich. In einem ersten Schritt wurde ein Maßnahmenkatalog zusammengetragen, der in den nächsten Treffen bewertet und abgearbeitet werden soll. Dabei ist das wichtigste Ziel, noch mehr Heidesheimer und Wackernheimer für das Thema zu sensibilisieren. Erste Vorhaben wurden bereits umgesetzt.

Wolfgang Thomas
Fluglärmbeauftragter der VG Heidesheim

Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen

Weniger Lärm für Alle!

Auf den Seiten der "Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen" finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema "Fluglärm".

Wer gegen den zukünftigen starken Anstieg des Fluglärms ist, sollte seine Stimme erheben und mit seiner Unterschrift bekunden. Es gibt dazu einen bundesweiten Aufruf und eine Resolution der VG Bodenheim. Informationen zu den Anlaufadressen an denen die Unterschriftenlisten ausliegen finden Sie hier.