Verbraucherschutz

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Bildunterschrift für anhängendes Foto: Auf dem Balkon verschafft ein geöffneter Sonnenschirm den Fensterflächen Schatten.
Foto: Hermann Obermeyer

Die Sonne draußen lassen

Hochsommerliche Temperaturen sorgen bei manch einem für schlaflose Nächte. Vor unerträglichen Temperaturen in den eigenen vier Wänden, kann kluger Hitzeschutz bewahren.
Der Schutz ist am wirksamsten, wenn Sonnenstrahlen abgewehrt werden, bevor sie die Fensterflächen und die Hausfassade erreichen. Markisen, Sonnensegel, Jalousien, Roll- und Klappläden oder Beschattung durch Laubbäume, Balkone und Dachüberstände schützen von außen. Besonders wichtig ist der außen liegende Schutz für Dachflächenfenster. Auf der Innenseite des Fensters angebrachte Rollos und Vorhänge können die Sonnenstrahlen erst abschirmen, wenn Sie bereits in den Raum eingedrungen sind. Dann erwärmen sie aber schon die Raumluft. An sehr heißen Tagen, sollte nur in den kühleren Morgenstunden bzw. in der zweiten Nachthälfte, wenn es draußen abgekühlt ist, ausgiebig gelüftet werden - wobei Querlüftung am meisten bringt. Zeitweise Erleichterung können auch Ventilatoren verschaffen, die deutlich weniger Strom verbrauchen als Klimageräte. Die vorbeiströmende „Ventilatorluft“ sorgt für einen Kühleffekt auf der Hautoberfläche.
Auch richtiges Dämmen kann eine sinnvolle Maßnahme darstellen. Das Eindringen der Sommerhitze über Wände und Dach wird am besten von Dämmstoffen verzögert. Diese reduzieren den Wärmefluss in beide Richtungen – im Winter von Innen nach Außen und im Sommer umgekehrt.
Eine individuelle Beratung zu Hitzeschutz und Dämmung erhalten Ratsuchende im persönlichen Gespräch mit Energieberatern der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nach telefonischer Voranmeldung.

Die Energieberatung ist in Mainz am Donnerstag, den 19.07.18 von 12.30 – 18:30 Uhr im Umweltinformationszentrum (Dominikanerstraße 2) und am Mittwoch, den 27.06.18 von 10.00 – 17.45 Uhr in der Verbraucherzentrale (Seppel-Glückert-Passage 10, 2.OG). Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Telefonische Voranmeldung unter  0800 / 60 75 600 (kostenlos).

 


Bildunterschrift für anhängendes Foto: Auf dem Balkon verschafft ein geöffneter Sonnenschirm den Fensterflächen Schatten.
Foto: Hermann Obermeyer

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Werden gedämmte Häuser zu dicht?

Die Gebäudehülle sollte möglichst luftdicht sein - unabhängig davon ob und wie dick ein Haus gedämmt ist. Fugen findet man vor allem an Stellen, an denen Bauteile ohne Abdichtung an-einander stoßen. Durch diese Fugen strömt unkontrolliert Luft und nimmt dabei Energie und Feuchtigkeit mit. Damit  sind nicht nur Energieverlust und Zugerscheinungen verbunden, sondern auch das Risiko eines Bauschadens. Im Winter kühlt sich warme relativ feuchte Luft auf dem Weg durch die Fuge nach draußen ab. Die abgekühlte Luft kann weniger Feuchtigkeit speichern. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit in der Fuge schafft damit die Voraussetzung für Schimmelbildung. Unter Um-ständen entsteht damit ein unbemerkter Bauschaden, der auch die Raumluft belasten kann. Denn durch die Fugen kann auch Luft von außen nach drinnen strömen und Schimmelsporen mit in die Wohnung bringen. Die Gebäudehülle von Häusern sollte also immer möglichst dicht sein. Der notwendige Luftwechsel muss immer entweder durch Fensterlüftung oder eine Lüftungsanlage sichergestellt werden.
Weitere Informationen zur luftdichten Bauweise und was diesbezüglich bei der Ausführung von Sanierungsmaßnahmen oder im Neubau zu beachten ist, erläutern Ihnen gerne die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung.

Die Energieberatung ist in Mainz am Donnerstag, den 21.06.18 von 12.30 – 18:30 Uhr im Umweltinformationszentrum (Dominikanerstraße 2) und am Mittwoch, den 20.06.18 von 10.00 – 17.45 Uhr in der Verbraucherzentrale (Seppel-Glückert-Passage 10, 2.OG). Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Telefonische Voranmeldung unter  0800 / 60 75 600 (kostenlos).

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Bildunterschrift: Eine Solaranlage für Warmwasser- und Heizungsunterstützung ist nicht für jeden Haushalt und jedes Dach geeignet. Bei diesem Fachwerkbau, der zusätzlich mit Holz geheizt wird, hat sich die Investition gelohnt.

Foto: VZ RLP/H. Kitzerow


Solaranlagen für Warmwasser und Heizung

Eine thermische Solaranlage kann oft die Energiekosten reduzieren; sie ist aber nicht für jeden Haushalt empfehlenswert. Haushalte mit vier oder mehr Personen profitieren eher von solarthermischen Anlagen als Single- oder Paar-Haushalte. Ebenfalls sinnvoll ist der Einsatz von Sonnenenergie, wenn bereits ein großer Wärmespeicher vorhanden ist, etwa bei einer zentralen Holzheizung. Bei ungünstigem Einbau oder Fehlern bei der Installation kann die An-lage aber auch zu einem Mehrverbrauch an Energie führen.
Eine solarthermische Anlage zusätzlich zur Heizungsunterstützung einzusetzen, bietet sich vor allem an, wenn ohnehin ein neuer Heizkessel oder Warmwasserspeicher installiert werden soll. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass hier niedrige Heizungsvorlauftempe-raturen von Vorteil sind, denn dann kann die Anlage auch im Winter, wenn am meisten geheizt wird, einen höheren Nutzungsgrad erzielen. Flächenheizungen in gut gedämmten Gebäuden arbeiten mit Temperaturen von rund 30 Grad – also deutlich unter der Warmwassertempera-tur.
Für die Installation von Solarthermieanlagen in Bestandsgebäuden gibt es Fördermittel vom Staat. Unabhängig davon sollte zunächst geprüft werden, ob die Solaranlage zum Haus passt. Dabei hilft der Energiebe-rater der Verbraucherzentrale. Die Beratung ist persönlich und findet nach Terminvereinbarung in den Beratungsstützpunkten der Verbraucherzentrale statt.

Die Energieberatung ist in Mainz am Donnerstag, den 21.06.18 im Umweltinformationszentrum (Dominikanerstraße 2) und am Mitt-woch, den 20.06.18 in der Verbraucherzentrale (Seppel-Glückert-Passage 10, 2.OG). Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Telefonische Voranmeldung unter  0800 / 60 75 600 (kostenlos).


Bildunterschrift für anhängendes Foto: Eine Solaranlage für Warmwasser- und Heizungsunterstützung ist nicht für jeden Haushalt und jedes Dach geeignet. Bei diesem Fachwerkbau, der zusätzlich mit Holz geheizt wird, hat sich die Investition ge-lohnt.

Foto: VZ RLP/H. Kitzerow

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Bildunterschrift: Algen gibt es auch auf ungedämmten Fassaden.
Foto: Werner Eicke-Hennig, Hessische Energiesparaktion, Darmstadt

 

Bilden sich auf gedämmten Wänden vermehrt Algen?

Algen an Fassaden sind eine optische Beeinträchtigung. Sie treten unter bestimmten Voraussetzungen überall auf, an Außenwänden, auf Dächern aber auch auf Denkmälern, Straßen-schildern, Kirchen und Bäumen. Die Bausubstanz wird durch Algen nicht angegriffen, sie beziehen Ihre Nahrung aus der Umwelt. Das zu-nehmende Algenwachstum ist eine Folge der Luftreinhaltung durch den Einbau von Kraftwerksfiltern und Autokatalysatoren.
Algen lieben Feuchtigkeit, daher wachsen Sie auch vermehrt auf den Wetterseiten der Häuser. Auf gedämmten Fassaden sind die äußeren Oberflächentemperaturen bestimmungsgemäß niedriger als bei ungedämmten, so dass sich vor allem nachts mehr Tauwasser bilden kann. Weitere Feuchtequellen können Schlagregen, Verschattung, Pflanzen oder nahegelegene Gewässer sein.
Vorbeugend kann die Schlagregenmenge durch einen ausreichenden Dachüberstand reduziert werden. Ein dickerer Deckputz kann mehr Wärme speichern und damit die Oberflächentemperatur etwas erhöhen. Das kann das Algenwachstum jedoch allenfalls erschweren. Auch massive Bauteile mit großer Speichermasse können veralgen, vor allem auf Nord- und Westwänden, mit geringer solarer Einstrahlung in Herbst und Winter. Um den optimalen Maßnahmenmix für jeden Einzelfall herauszufinden besteht noch Forschungsbedarf. Algizide sollten, wenn überhaupt, erst als letztes Mittel zum Einsatz kommen. Ihre Wirkung ist außerdem zeitlich begrenzt.
Weitere Details erläutern Ihnen gerne die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung.

Die Energieberatung ist in Mainz am Donnerstag, den 07.06.18 im Umweltinformationszentrum (Dominikanerstraße 2) und am Mittwoch, den 06.06.18 in der Verbraucherzentrale (Seppel-Glückert-Passage 10, 2.OG). Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Telefonische Voranmeldung unter  0800 / 60 75 600 (kostenlos).

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Heizungspumpe: Stromfresser im Keller

Im Heizungskeller schlummert oft großes Ein-sparpotenzial. Die Heizungsumwälzpumpe transportiert das warme Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung, damit es in den Wohnräumen warm wird.
Ältere Heizungspumpen sind so ineffizient wie Glühbirnen im Vergleich zu LEDs. Sie leisten zwar mit durchschnittlich 80 Watt ihren Dienst im Dauerbetrieb, allerdings mit hohen Energieverlusten. Die „LEDs“ unter den Heizungspumpen sind Hocheffizienzpumpen. Mit 10 bis 20 Watt benötigen sie nur einen Bruchteil der Energie für die gleiche Arbeit, und dies auch nur, wenn es notwendig ist. Hocheffizienzpumpen sind bei neuen Heizungsanlagen mittlerweile Standard. Bei älteren Anlagen lohnt sich ein Blick in den Heizungskeller.
Im Schnitt lässt sich die Pumpenleistung beim Austausch um 80 Prozent reduzieren. Dadurch können jährlich rund 95 Euro Stromkosten gespart werden. Heizungsumwälzpumpen mit mehreren Leistungsstufen sind häufig zu hoch eingestellt. Durch die Einstellung einer niedrigeren Stufe, lassen sich im Schnitt rund 45 Euro pro Jahr einsparen. Energie sparen lässt sich auch mit einer Reduzierung der Pumpenlauf-zeit. In einigen Haushalten läuft die Heizungspumpe auch im Sommerhalbjahr durch, ohne dass dies notwendig wäre.
Ob sich der Austausch der Heizungspumpe lohnt und zu allen anderen Fragen des Energiesparens berät der unabhängige Energieberater der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung. Wichtig ist, dass zum Beratungstermin Fotos der Heizungspumpe mitgebracht werden.
Wer nicht nur seine Pumpe sondern gleich die ganze Heizungsanlage erneuern will, dem helfen die Energieberater der Verbraucherzentrale mit einem umfangreichen Angebots-Check. Dabei prüfen sie vorliegende Angebote auf Vollständigkeit und Genauigkeit.

Die Energieberatung ist in Mainz am Donnerstag, den 07.06.18 im Umweltinformationszentrum (Dominikanerstraße 2) und am Mittwoch, den 06.06.18 in der Verbraucherzentrale (Seppel-Glückert-Passage 10, 2.OG). Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Telefonische Voranmeldung unter  0800 / 60 75 600 (kostenlos).

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Heizung: Sommerzeit ist Sanierungszeit

Die Heizperiode ist vorbei – jetzt sollte man an die Heizung denken. Denn eine Erneuerung der Heizung im Sommerhalbjahr hat viele Vorteile: Es besteht kein Zeitdruck, die Heizung wird nicht benötigt und ein kurzzeitiger Verzicht auf Warmwasser ist in den wärmeren Monaten angenehmer als bei Minusgraden. Um Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Planung zu unterstützen, startet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ab sofort ihren „Heizungs-Sommer“. Gemeinsam mit einem Energieberater können Hausbesitzer ihre neue Heizung planen.
In der Beratung wird gemeinsam mit den Ratsuchenden geklärt, ob es beim bisherigen Energieträger wie Öl oder Gas bleibt und ob auch erneuerbare Energien mit Hilfe einer Solaranlage, einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe in die Planung einbezogen werden sollen. Möglicherweise sind auch Änderungen bei der Warmwasserbereitung sowie Anpassungen des Schornsteins notwendig. Der Berater nimmt darüber hinaus sowohl die Investitionskosten als auch die zu erwartenden Betriebskosten unter die Lupe und prüft, ob Fördermittel beantragt werden können. Schließlich gibt er Tipps, was beim Einbau, bei der Heizungsregelung und Inbetriebnahme zu beachten ist.
Mit Hilfe einer Checkliste wertet der Energieberater mitgebrachte Angebote aus und sendet sie den Ratsuchenden im Anschluss an die Beratung zu. Zusätzlich erhalten alle Interessenten die Broschüre „Welche Heizung passt zu meinem Haus?“, die viele Zusammenhänge erläutert. Auf dieser Grundlage können sie zuhause in Ruhe die end-gültige Entscheidung treffen.

Die Energieberatung ist in Mainz am Donnerstag, den 17.05.18 im Umweltinformationszentrum (Dominikanerstraße 2) und am Mittwoch, den 23.05.18 in der Verbraucherzentrale (Seppel-Glückert-Passage 10, 2.OG). Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Telefonische Voranmeldung unter  0800 / 60 75 600 (kostenlos).